Was wir wollen.

Unser Programm.

Liebe Bürgerinnen und Bürger Leimersheims!

Wir werben um Ihr Vertrauen, weil wir davon überzeugt sind, dass unsere Vorschläge und Ziele für die kommenden fünf Jahre Leimersheim in eine gute Zukunft führen.

Ein lebendiges Dorf braucht Nahversorgung in jeder Hinsicht. Wir werden uns mit aller Kraft für die Ansiedlung eines Allgemeinmediziners einsetzen. Aus unserer Sicht sollten sogar weitere Angebote zur Gesundheitsversorgung etabliert werden. Dabei denken wir an eine Kooperation mit der Sozialstation oder den regionalen Apotheken. Wir wollen so die wohnortnahe Gesundheitsversorgung unserer Bevölkerung in Leimersheim realisieren, nicht außerhalb! Deshalb muss die Gemeinde niederlassungswillige Ärztinnen und Ärzte aktiv unterstützen, wenn nötig auch finanziell. Wir sind froh, dass wir noch vor Ort Güter des täglichen Bedarfs kaufen können. Doch um dieses Angebot auch in Zukunft aufrecht erhalten zu können, ist eine größere Marktfläche am jetzigen Standort erforderlich. Wir sind bereit, die dafür nötigen baurechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Wir wollen Kunden nicht mit Steuergeldern aus dem Dorf hinaus fahren, sondern im Dorf halten.
Die bestehende S-Bahnlinie von Germersheim nach Wörth wird gut angenommen. Wir brauchen eine darauf abgestimmte Bus-Anbindung für Leimersheim, die sich unbedingt dem tatsächlichen Bedarf anpassen muss. Zurzeit fahren – außerhalb der Schulverkehre – unzählige Busse leer durch unser Dorf auf völlig undurchsichtigen Linien. Diese Fahrten werden auch mit unserem Steuergeld finanziert. Das wollen wir so nicht weiter akzeptieren und fordern ein neues Bus-Shuttle-Konzept als Teil des ÖPNV. Wir sind überzeugt, dass die Erschließung nah gelegener Fahrziele mit kleineren Fahrzeugen die bessere Alternative ist. Ein „Kreisverkehr“ mit der Route Rülzheim – Hördt – Kuhardt – Leimersheim – Neupotz – Rheinzabern ist unser Vorschlag.
Die Verkehrsbelastung in Leimersheim wird sich durch die Ansiedlung mehrerer Gewerbebetriebe im neuen Gewerbegebiet „Am Kapellenweg“ deutlich reduzieren. Auf allen Gemeindestraßen gilt seit vielen Jahren Tempo 30. Eine Ausweisung auf den Landesstraßen, wenn dadurch Lärmreduzierung möglich ist, halten wir für richtig. Wir wollen die Parkplatzsituation im Bereich von Grundschule, Kindergarten und Festplatz verbessern. Kurzzeitparkplätze müssen dort aus unserer Sicht eingerichtet werden. Im Rahmen der Bauleitplanung wollen wir von Bauherren möglichst viele Stellplätze einfordern. Denn Fahrzeuge sollen auf eigenen Stellplätzen und nicht auf öffentlichen Flächen abgestellt werden. Auch digitale Mobilität ist für uns ein Zukunftsfaktor: Wir werden das Breitbandprojekt des Landkreises umsetzen, mit dem die etwa 125 unterversorgten Haushalte Leimersheims den Glasfaser-Hausanschluss (FTTH) erhalten. Langfristiges Ziel muss es sein, dass alle Haushalte direkt an das Glasfasernetz angebunden sind.
Die Angebote unseres Kindergartens müssen bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Wir unterstützen die Idee Verbandsgemeinde-CDU, besondere Betreuungsbedarfe (sehr frühe oder sehr späte Öffnungszeiten, Einjährigenbetreuung, Ferienbetreuung etc.) in zentralen Einrichtungen abzudecken. Wir wollen ein Programm zur Förderung gesunder Ernährung im Kindergarten und die Intensivierung der Vorschulerziehung anregen. Die Turnhalle der Grundschule wird erhalten und energetisch saniert. Den Grundsatzbeschluss dazu hat der Gemeinderat bereits getroffen. Wir wollen uns hierbei auf den Schulbetrieb konzentrieren und in der Turnhalle Räume für einen barrierefrei zugänglichen Krabbeltreff realisieren. Eine Förderung des Ehrenamtes beginnt für uns in Kindergarten und Schule. Die sehr gute Zusammenarbeit der frühkindlichen Bildungseinrichtungen mit unseren Vereinen, wie sie sich z.B. im „Blaulichttag“ des Kindergartens zeigte, wollen wir intensivieren. Auch der Umzug der Kath. Öffentl. Bücherei in gemeindeeigene Räume hat die Akzeptanz der Einrichtung spürbar verbessert. Der Jugendtreff soll eröffnet und in den neuen Räumen der früheren Sparkasse mit Leben gefüllt werden. Offene Jugendarbeit ist für uns ein Pfeiler ganzheitlicher Familienpolitik.
Ältere Bürgerinnen und Bürger sollen so lange wie irgend möglich zu Hause leben können. Dazu möchten wir frühzeitige Pflegeprävention durch Besuchsdienste etablieren. Informations- und Aktivierungsangebote in der Seniorenarbeit erhöhen die Lebensqualität. Wir wollen so ein neues Gemeindeschwester-Modell ausprobieren. Das gewohnte Lebensumfeld ist gerade für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger wichtig. Daher wollen wir alternative Wohnformen für Senioren und barrierefreien Wohnraum fördern. Wir stehen weiterhin zu einem solchen Projekt in zentraler Lage am Dorfbrunnen (Neue Gasse), bei dem es sich allerdings um ein zurzeit in Privateigentum befindliches Areal handelt. Wir sind bereit, das frei werdende Grundstück des derzeitigen Bauhofs im Niederhorst einem sozialen Wohnungsbauprojekt für Senioren zuzuführen. Der Seniorentreff in der Rudolfstraße ist eine große Erfolgsgeschichte. Das Gebäude ist allerdings nicht mehr zukunftsfähig. Wir beabsichtigen die Einrichtung in andere, bereits sanierte und barrierefreie Räumlichkeiten der Gemeinde zu verlagern. Z.B. mit dem Angebot eines Mittagstischs möchten wir den Seniorentreff zu einem alltäglichen Anlaufpunkt aller Seniorinnen und Senioren ausbauen.
In Leimersheim wird in den nächsten Jahren das Rheinauenvorland grundlegend neu gestaltet. Hier ist uns wichtig, die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Dabei sollen Freianlagen und Parkplätze klar voneinander getrennt werden. Wir fordern außerdem, dass die Landesstraße im Bereich der Fähre erhöht wird. Damit würde sich die Anlegemöglichkeit bei Niedrigwasser verbessern. Wir wollen keine neue Gastronomie ansiedeln, sondern die bestehende stärken. Insgesamt bleibt das „Natur erleben“ Leitziel der Maßnahme. Im Zuge dieser Umgestaltung ist ein Fuß- und Radweg vom Dorf zur Fähre entlang der Landesstraße aus unserer Sicht zwingend erforderlich. Dieser Plan kann aber nur realisiert werden, wenn das Land Rheinland-Pfalz und die zuständigen Verkehrsbehörden zustimmen. Um den hohen Freizeitwert der Gemeinde zu erhalten und weiter auszubauen, wollen wir Wander- und Spazierwege im Wald, in Dorfnähe und entlang der Gewässer optimieren und die Otterbachbrücke erneuern. Wir werden unseren Gemeinde-Wald weiter qualitativ aufwerten, nicht um seinen Ertrag zu erhöhen, sondern damit wir Erholungssuchenden in Jahrzehnten einen tollen Auwald hinterlassen.
Die Erschließung des Baugebiets Brühl gehört zu den wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahre. Wir sind überzeugt: Um jungen Familien die Möglichkeit zu geben, in Leimersheim bezahlbares Bauland zu erwerben, muss die Gemeinde entsprechende Flächen anbieten. Wir werden die erfolgreiche Politik der Innenentwicklung weiter fortsetzen: Bestehende Bebauungspläne wollen wir auf Flächenreserven hin überprüfen. Außerdem planen wir die ehemalige Friedhofserweiterungsfläche nördlich des Friedhofs einer wohnbaulichen Entwicklung zuführen. Wir möchten steuerliche Anreize für die Sanierung älterer Bausubstanz schaffen, in dem von der Gemeinde sog. „Sanierungsgebiete“ ausgewiesen werden.
Die Gewässerentwicklung erhält und fördert unsere dörfliche Identität. Die geplanten Uferbefestigungen entlang der Bäche verbessern die Gewässerstruktur und müssen zum Schutz der Anwohner realisiert werden. In den letzten Jahren konnten wir beim Hochwasserschutz schon viele Verbesserungen durchsetzen, allem voran die Erhöhung des Rheinhauptdeiches. Um extremen Hochwasserereignissen widerstehen zu können, sind weitere Maßnahmen wie der bereits beschlossene Neubau des Schöpfwerks zwingend erforderlich. Durch eine echte Entschlammung des Fischmals kann dieses wichtige Gewässer für Leimersheim aufgewertet werden und seine Funktion im Katastrophenfall besser erfüllen.
Dreh- und Angelpunkt des Vereinslebens ist die Kulturkreishalle am Sportplatz. Gemeinsam mit dem Kulturkreis muss die Gemeinde Sorge tragen, dass sie weiter für örtliche Vereinsfeste genutzt werden kann. Wir unterstützen den Kulturkreis und die Vereine beim diesjährigen Dorffest. Das Heimatmuseum Fischerhaus wollen wir erhalten und das Gebäude sanieren. In Zusammenarbeit mit der SGD Süd soll dort eine neue Ausstellung zu Rheinübergängen entstehen, die unser Museum zu einem Teil der Besucherinformation in der Rheinebene werden lässt.